
Der beste Schutz gegen Einbrecher Durchschnittlich sieben Mal pro Tag steigen Einbrecher in Wohnhäuser im Saarland ein - bevorzugt in Grenznähe. Wir haben bei den Experten der Polizei nachgefragt: Welches ist die häufigste Einbruchsmethode und wie können sich Hausbesitzer wirksam dagegen schützen? (21.06.2015) Sie kommen meist am Vormittag oder - in der dunklen Jahreszeit - am frühen Abend. Ihr Ziel sind vor allem Ein- und Zweifamilienhäuser. Schnell rein, das Haus kurz nach Bargeld, Schmuck und Gold durchsucht und schnell wieder weg. „Einbrecher haben alles, nur keine Zeit“, weiß Reiner Both vom Dezernat für Kriminalprävention bei der saarländischen Polizei. Er ist der Experte für Einbruchsschutz und berät Hauseigentümer im Saarland kostenlos dabei, wie sie ihr Zuhause wirksam sicherer machen können. Sein Ziel: den Einbrechern das Leben so schwer wie möglich zu machen. Er ist sicher: Sind erst einmal genügend Häuser im Land gut gesichert und gibt es in den Wohnungen nur noch wenig zu holen, dann wird auch die derzeit hohe Zahl der Einbrüche sinken - weil die Diebesbanden lernen, dass Wohnungseinbrüche schlicht nicht mehr lukrativ sind.
Mehr Einbrüche in Grenznähe Die Zahl der Einbrüche im Saarland steigt seit Jahren rapide an, ohne dass die Polizei trotz Sonderermittlungsgruppe und zahlreichen Ermittlungserfolgen wirklich Herr der Lage wird. Besonders stark betroffen sind die grenznahen Orte wie Wallerfangen, Überherrn und Perl. In Wallerfangen etwa ist das Risiko, Opfer eines Einbruchs zu werden, statistisch gesehen 30 mal höher als in Oberthal. Umgerechnet auf die Bevölkerungszahl wurde im vergangenen Jahr in keinem anderen Ort im Saarland häufiger versucht einzubrechen als in Wallerfangen. @ SR