Am 22. August 2015 lädt Ellen Litzenburger von Geographie ohne Grenzen bei einer Geographischen Wanderung auf dem Schäfertrail ein, sich auf Schafe, Schäfer und Natur einzulassen, Vergangenes zu erahnen und Neues zu entdecken. Welche Schafe leben im Warndt? Wie sieht der Alltag eines Schäfers wirklich aus? Was hat die Schäferei mit dem Erhalt der Landschaft zu tun? Hier erfahren und erleben Wanderer allerhand zu diesem Thema. Neben den nützlichen Wollknäueln werden bei der Wanderung auch kulturhistorische Themen angesprochen.
Entlang des Triebweges der Schäferei „Sommer“ führt der Schäfertrail in einer etwa 22 km langen Runde durch die Warndt-Landschaft westlich von Saarbrücken an der französischen Grenze. Der Warndt ist ein etwa 5.000 ha großes Waldgebiet. Der Name „Warndt-Wald“ stammt von „Verwarnen“ (Verbieten), denn bis ins 18. Jh. war er fürstliches Jagdrevier und dem Volk verboten. Bis in die 1950er Jahre wurden die ehemaligen fürstlichen Ländereien landwirtschaftlich genutzt. Weil sich die Böden aber für eine intensive Landwirtschaft nicht eignen, haben sich die Bauern zurückgezogen. Ehemals landwirtschaftlich genutzte Flächen fielen brach – die offene Landschaft drohte zu verbuschen. Um dem entgegen zu wirken, beweiden Schafe regelmäßig die Flächen. Mit einem Schäfer ziehen sie nun von einer Weidefläche zur anderen und werden heute für ihre „Landschaftskosmetik“ von der EU finanziell gefördert.
Die geographische Wanderung startet um 10.00 Uhr an der Schutzhütte in der Straße „Zu den Eichen“ in 66352 Großrosseln-St. Nikolaus. Sie Strecke der Wanderung ist 6,7 km lang und dauert ca. 4 Stunden. Die Wanderung ist kostenlos. Unterstützt und finanziert wird die Halbtagswanderung durch den Regionalverband Saarbrücken und die Gemeinde Großrosseln. Die Veranstalter empfehlen wetterangepasste Kleidung sowie Rucksackverpflegung für den eigenen Bedarf. Eine Anmeldung bei der Gemeinde Großrosseln ist unter der Telefonnummer 0 68 98 / 449 – 112 erwünscht.