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Ausgegeben am: 22.10.2015 - 08:15 Uhr Die Luft im Warndt ist sauber – Umweltminister Jost stellt Ergebnisse aktueller Studien vor Die Luftqualität im Warndt hat sich in den vergangenen Jahren verbessert.

Chemische Gerüche sind in den Warndt-Gemeinden zwar wahrnehmbar, sie lassen sich allerdings nicht eindeutig der Chemieplattform im französischen Carling zuordnen. Sie sind zudem nicht als erheblich belästigend anzusehen. Dies sind kurz gefasst die Ergebnisse einer Flechtenstudie und eines Geruchsmessprojektes im Warndt. Um möglichen Schadstoff- und Geruchsbelastungen der Luft in der Warndt-Region, die von Bewohnern und vor allem der Bürgerinitiative „Saubere Luft“ der Chemieplattform in Carling zugeschrieben wurden, auf die Spur zu kommen, hatte das Umweltministerium die zwei Studien in Auftrag gegeben. „Wir wollen mit diesen Untersuchungen keine Beruhigungspillen an die Bürger verteilen, sondern wollen dazu beitragen, Klarheit über die aktuelle Situation zu erhalten. Denn wir nehmen die Sorgen der Menschen ernst“, betonte Umweltminister Reinhold Jost bei der Präsentation der Ergebnisse. Der renommierte Flechtenspezialist Dr. Volker John wurde beauftragt, die Flechtenvegetation im deutsch-französischen Grenzraum zu untersuchen. Rund 200 Bäume im gesamten Warndt nahm Dr. John unter die Lupe, untersuchte ihre Besiedlung mit Flechten. Die Erhebungsmethode richtete sich nach anerkannten europäischen Standards. Da bereits Daten seit 1980 vorliegen, erhoffte man sich neben einer Bewertung der aktuellen Situation auch Aussagen zur Entwicklung der Flechtenvegetation und damit der Luftqualität in den letzten Jahren. Jost dazu: „Mit der neuen Erhebung schaffen wir eine aussagekräftige und valide Datenbasis für die Region, die wir in einigen Jahren auch wieder aktualisieren wollen.“ Flechten werden seit langem als so genannte Bioindikatoren eingesetzt, sie reagieren sehr sensibel auf Luft- und Klimaveränderungen. Das heißt: Ist die Luft sauber, gibt es viele verschiedene Flechten, vor allem empfindliche Arten. Die Auswertung der Kartierung brachte folgende Erkenntnisse:  Eine erhöhte Schwefeldioxidbelastung lässt sich im Untersuchungsgebiet nicht nachweisen. Für diesen Parameter hat sich sogar eine deutliche Verbesserung der Luftgüte über die letzten Jahrzehnte ergeben.  Der Stickstoffeintrag hat in den letzten Jahrzehnten etwas zugenommen, jedoch sind keine übermäßig über natürliche Immissionen hinausgehende Werte anzutreffen. Das Untersuchungsgebiet ist dabei nicht homogen. Es zeigt sich ein Bereich höherer Belastung auf einer Linie zwischen Creutzwald und St. Avold und entlang der Rossel bis Merlebach.  Ein Abgleich mit Aussagen ab 1980 zeigt, dass zahlreiche bedrohte Flechtenarten im Gegensatz zu früheren Jahren nun im Untersuchungsgebiet anzufinden sind. Dies ist ein Hinweis auf die Verbesserung der Gesamtsituation.  Im Untersuchungsgebiet wurden außerdem Flechten nachgewiesen, die als Klimawandelanzeiger gelten. Vor dem Hintergrund der Beschwerden über Geruchsbelastungen im Warndt führte die Saarbrücker Firma 3S GmbH über zwei dreimonatige Erhebungsphasen Messungen mit neuartigen Microsensoren durch. Ziel des vom Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz beauftragten Forschungsprojektes war die Untersuchung, ob unangenehme Gerüche anhand von Gassensoren objektiv erkannt werden können. Unverzichtbarer Bestandteil des Projekts war die Erfassung von Geruchsmeldungen der Teilnehmer eines so genannten Geruchsmeldenetzwerkes aus den verschiedenen Ortschaften des Warndt. Das Vorhaben drohte wegen zu geringer Teilnehmerzahl nach der ersten Erhebungsphase zu scheitern, wurde dann aber verlängert, nachdem sich ausreichend viele Personen für die Teilnahme an dem Geruchsnetzwerk gemeldet hatten. Zudem wurden zusätzliche Sensoren in L’Hopital und Ludweiler installiert. Der Forschungsauftrag wurde jetzt abgeschlossen mit folgenden Resultaten:  Es wurden etwa gleich viele Meldungen zu „chemischen“ Gerüchen für die Windrichtung aus Carling wie für gegensätzliche Windrichtungen abgegeben.  Der Großteil der Geruchswahrnehmungen blieb die Ortsteile Dorf im Warndt, Karlsbrunn und Emmersweiler beschränkt.  Ein eindeutiges Signalmuster für einen „Carling-Geruch“ durch den Sensor in L’Hopital war nicht möglich.  Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass sich die Geruchsereignisse mit chemischen Gerüchen nicht eindeutig nur der Chemieplattform Carling zuordnen lassen. Sie erreichen zudem ein Niveau, das nicht als erheblich belästigend anzusehen ist. Minister Jost stellte abschließend fest: „Wir haben zu Recht viel Zeit und Geld investiert, um uns Klarheit zu verschaffen über mögliche Belastungen der Luft rund um Carling. Die Ergebnisse vor allem der Flechtenstudie sind klar und lassen keinen Spielraum für Interpretationen: Die Luft im Warndt ist sauber, die Qualität hat sich sogar im Laufe der letzten Jahrzehnte nachweislich verbessert. Ich hoffe, dass die Analysen anerkannter Experten auch von denjenigen akzeptiert werden, deren Erwartungshaltung von vorneherein eine andere war.“

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